Das Ende einer Saga
Wir nähern uns dem Unaufhaltsamen, dem Showdown! Letztes Mal hatten wir es so weit geschafft, alle Handheld-Castlevanias abzuhaken. Alle? Nicht ganz, denn einen haben wir uns für dieses letzte Special aufbewahrt. Und diesen werden wir zusammen mit den downloadbaren Titeln für das PlayStation Network, Xbox LIVE Arcade und WiiWare sowie der Vampirkiller-Allstar-Prügelei für Wii und einem kleinen Ausblick auf den diese Woche erscheinenden, neuesten Serienableger endgültig abschließen. Also tief Luft geholt und ein letztes Mal bereit machen für Vampire, Werwölfe und Dämonen!
Nochmal zum mitnehmen, bitte!
Leider ging der Charme des Originals mit dem Grafikstil flöten
Es schien eine ganze, lange Zeit, als sei der Erfolg von Nintendo-Handhelds unerschütterlich. Alle Hersteller, die den Versuch wagten, ihr mobiles Spielesystem neben dem Platzhirsch zu etablieren, gingen gnadenlos baden. Dann kam Sony – die Firma, die schon im Konsolensektor Big N den Rang abgelaufen hatte – und versuchte es mit der PlayStation Portable ebenfalls. Nun im Rückblick von einem riesigen Erfolg zu sprechen mag zynisch klingen, doch sie hatten es immerhin geschafft, sich als Alternative zum Nintendo DS zu platzieren, auch wenn dieser in puncto Verkaufszahlen in einer ganz anderen Liga spielte. So war es nicht verwunderlich, dass Sonys portables Gerät, von Konami stiefmütterlich behandelt, lange Zeit von der Castlevania-Reihe verschont blieb. Doch nach zwei DS-Ablegern (und einem geplanten dritten) änderte sich alles. Mit Castlevania: Dracula X Chronicles erschien 2007 allerdings keine gänzlich neue Episode. Vielmehr hatte man sich den erfolgreichen, aber nie zuvor im Westen veröffentlichten PC Engine-Teil, Rondo of Blood, geschnappt und ihn mit 2,5D-Grafik neu aufgelegt. Dies wäre damit schon das zweite Remake des Spiels. Und wie bereits das erste, welches in Europa unter dem Titel Vampire’s Kiss bekannt wurde, konnte es dem Original, das später dank dem Virtual Console-Service der Wii doch noch westliche Gefilde erreichte, nicht das Wasser reichen. Das Gameplay blieb zum größten Teil unverändert, doch der Grafikstil war ein zweischneidiges Schwert. Während die einen Magazine diesen zusammen mit dem guten Soundtrack lobten, blieb er für andere nur ein schrecklicher Abklatsch, der in keinster Weise den Charme des ursprünglichen Titels einfangen konnte. Respektable Wertungen brachte der PSP-Auflage vor allem dessen umfangreicher Bonus-Content ein. Neben den üblichen Zusatzmodi, wie dem Boss Rush, und weiteren Minispielchen, enthielt der Ableger einen kompletten Port der gefeierten PlayStation-Episode Symphony of the Night. Nicht zuletzt deshalb war das Spiel sein Geld definitiv Wert. In Japan und den USA ist der Titel übrigens bereits seit letztem Jahr über das PlayStation Network erhältlich.
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