Versunkener Spielspass?
Lust auf ein free2play MMO aus Asien? Gutes Frage, nächste Frage. So die allgemeine Reaktion. Immerhin zeichnen sie sich größtenteils durch veraltete Grafik und endloses Grinding aus. Also genau das Gegenteil von dem, was man auf dem europäischen Markt sucht. Atlantica Online ist da auf den ersten Blick keine Ausnahme – das ändert sich jedoch mit der Zeit.
Atlantis unso
Business as usual könnte man sagen, wenn es um den Beginn eines MMOs geht. Klar, hier steht erstmal die Charaktererstellung an. Natürlich macht der Titel da keine Ausnahme und wer schon einige Asiagrinder hinter sich hat, weiß genau was ihn erwartet: Nicht viel. Individualisierung steht dort drüben nicht unbedingt auf dem Wunschzettel, entsprechend gering sind die Möglichkeiten für Frisur, Gesicht etc. Anschließend noch eine Waffe gewählt und ab geht’s ins Abenteuer. Doch nicht so vorschnell, denn mit der Waffe entscheidet man sich indirekt auch für eine von sieben Klassen. Mit einem Schwert mutiert man zum…Schwertkämpfer, mit einem Speer zum, na ja ihr wisst schon. Neben Nah- gibt es dabei noch Fernkämpfer und Magier. Jetzt aber endlich ab ins Spiel! Direkt erfährt man dort, dass man ein Nachfahre der sagenumwobenen Einwohner Atlantis ist. Und fortan wird es unsere oberste Pflicht sein, diese Stadt und finden und Bla. Naja, für ihre Storys sind diese Games ebenfalls nicht gerade berühmt. Entsprechend halten wir uns auch nicht lange damit auf und hüpfen lieber direkt ins Tutorial.
Heroes of Atlantis
Und die Hilfe sollte man wirklich in Anspruch nehmen, denn das Kampfsystem weicht erheblich von üblichen MMOs ab. Zuerst einmal darf man nämlich Söldner anheuern. Die Bewegung des Charakters funktioniert ganz normal über Klicks. So reicht auch ein selbiger, um mit Händlern zu interagieren und ähnliches. Doch sobald man ein Monster angreift, wechselt das Bild in den Kampfmodus. Der sieht auf den ersten Blick aus wie die Schlachtfelder in Heroes of Might & Magic Titeln. Auf der einen Seite sieht man seinen Hauptcharakter und die angeworbenen Söldner, auf der anderen ein oder mehrere Widersacher. In rundenbasierten Kämpfen kommen die Parteien nun abwechselnd zum Zug, bis einer gewonnen hat. Anfangs wirken diese Kämpfe noch schlecht implementiert, denn die taktischen Möglichkeiten halten sich in Grenzen. Weder der Held, noch die rudimentären Söldner mit Schwertern oder Schusswaffen verfügen über sonderlich viele Fertigkeiten. Mit der Zeit weitet sich das Ganze jedoch erheblich aus. Bis zu acht Begleiter darf man irgendwann in den Kampf führen und dafür natürlich auch eine Formation bestimmen. 3x3 Felder stehen hier zur Wahl, auf denen man sämtliche Recken frei positionieren darf. Magier sollten nicht gerade an vorderster Front postiert werden, immerhin können Nahkämpfer meist nur die erste Verteidigungslinie angreifen.
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