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Activision Blizzard
Autor: Marcel Benz
Geschrieben am 09.11.2010 - 18:14
Activision

Das Imperium schlägt zurück - die Wahrheit über Brutal Legend

Activision und dessen, von der Community auserkorener, Imperator werden nun seit einer ganzen Weile schon als Bösewichte der Branche dargestellt. Alles stimmt jedoch nicht.

Sicherlich erzeugten diverse Aussagen von Herrn Kotick heftiges Stirnrunzeln bei der Spielergemeinde. Seit Activision die Brutal Legend Macher Double Fine während der E3 2009 verklagte, kamen sie jedoch nicht mehr aus den Negativschlagzeilen heraus. Dass vieles in diesem Zusammenhang jedoch überhaupt nicht stimmte, konnte man erst jetzt erfahren.

 

Doch was war passiert? Nun Tim Schafer und Double Fine arbeiteten für Activision an besagtem Titel. Der Publisher drehte den Geldhahn - während dem Zusammenschluss von Vivendi und Activision zu Activision Blizzard - jedoch zu und so entschloss man sich das Game mit Electronic Arts als neuen Partner herauszubringen. Als Reaktion darauf folgte eine Klage seitens Activision, genau während dem größten Spieleevent des Jahres. Beide Seiten durften zu diesem Zeitraum natürlich nicht über den Fall sprechen, entsprechend kochten die Medien und Fans ihr eigenes Süppchen und wählten Activision und Kotick zum neuen Sith-Imperium.

 

Nun ist jedoch eine ganze Weile vergangen und Bobby Kotick kann sich endlich einmal zu den Vorfällen äußern und sein pechschwarzes Hemd ein wenig reinwaschen. Tatsächlich hatte er mit Tim Schafer - der Kotick sogar öffentlich beleidigte - und dem ganzen Tohuwabohu eigentlich nichts zu tun. "Ich kenne ihn nicht. Ich habe ihn nie getroffen. Ich war nicht involviert in Vivendis Entscheidung, Geschäfte mit ihm zu machen. Ich hatte nur sehr wenig Ahnung was wir eigentlich mit ihm zu tun hatten. Der Typ ging los und unterschrieb einen Vertrag mit Electronic Arts über mehrere Millionen Dollar und mit geborgtem Geld von Vivendi."

 

"Vivendi hatte ihm 15 oder 20 Millionen Dollar vorgeschossen. Er hat sämtliche Meilensteine und Deadlines versäumt, wie sein Ruf bereits erahnen ließ. Ich weiß nicht ob es eine Entscheidung war das Spiel nicht zu veröffentlichen. Ich weiß nicht einmal wirklich wie weit wir mit den Verhandlungen und Diskussionen darüber waren, was mit dem Produkt geschehen sollte. Sie hatten nicht das Recht, das Projekt zu verkaufen ohne dass jemand davon wusste. Alles was wir sagten war: 'Schaut, wenn ihr einen Deal mit jemand anderem macht, dann zahlt das Geld zurück, das wir euch vorgeschossen haben.' Das war alles worum es uns ging. Schließlich haben wir einen Teil des Geldes zurück bekommen und soweit ich weiß war das das Ende der Geschichte. Aber ich weiß noch nicht einmal, ob es eine Gerichtsverhandlung gab."

 

Das ist natürlich recht ungewöhnlich, dass der CEO eines Unternehmens keine Ahnung von solchen Vorgängen hat. "Ich war nicht die Person, welche diese Sache entschieden hat," so Kotick. "Vermutlich wäre ich nicht am qualifiziertesten gewesen das zu tun."

 

Stattdessen wurde es anderen Personen aufgetragen die Entscheidungen über Vivendis Titel und deren mögliche Integration in Activision Blizzards Portfolio zu bestimmen. "Ich denke es gab eine Entscheidung, dass es kein erfolgreiches Spiel werden würde. Am Ende des Tages haben wir schließlich die Pflicht, unseren Anteilseignern gegenüber, Profit und großartige Spiele zu machen. Und ich denke die beteiligten Personen fällten das Urteil, dass es kein großartiges Spiel werden würde."

 

"Wenn du Projekte hast, die wiederholt ihre Meilensteine verfehlen, mehrfach die Richtung ändern, viele Entwickler mit der Zeit abspringen und die Ressourcen verändert werden, ist die Chance, dass das Projekt zu einem Erfolg gemacht werden kann recht gering. Ich denke, dass es keiner fertig brachte klar verständlich zu machen, dass dieses Urteil nichts mit Tim Schafer zu tun hatte. Es gibt keine persönliche Feindseligkeit zwischen Bobby Kotick und...ich kenn den Typen nicht mal. Hab ihn nie getroffen. Ich kann dir ganz ehrlich versichern, dass ich Brutal Legend nie gesehen haben. Das Urteil wurde von Leuten gefällt, denen ich vertraue wenn es um die Qualität eines Spiels geht und darum, ob das Publikum davon begeistert wäre und es lautete 'Nein'. Daher war es auch kein kommerzieller Erfolg."

 

Letztendlich sollten diese Personen Recht behalten, denn obwohl viele Kritiker begeistert waren und Brutal Legend seine Fans fand, musste Electronic Arts das Projekt als Flop abstempelln.


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