Pachter: Call of Duty ist ein Fehlschlag
Wenn man schon ausholt, kann man doch auch gleich eine Rundum-Ohrfeige verteilen. Dachte sich wohl Michael Pachter bei seiner Eröffnungs-Rede zum Digital Game Monetization Summit.
Nachdem sich der Wedbush Securities Analyst Michael Pachter schon so "nett" über die Nintendo Wii U geäußert hatte, suchte er sich direkt noch ein weiteres Ziel-Objekt aus. Call of Duty. Die Serie musste zuletzt vermehrt Kritik einstecken, wenngleich die Wii U-Version den Verkaufszahlen noch mal auf die Sprünge geholfen hat.
"Call of Duty ist für mich ein Fehlschlag", so Pachters deutliche Worte. "Ich weiß, dass sich das Spiel für Milliarden Dollar verkauft. Profit-technisch hat Activision mit Call of Duty jedoch einen Bock geschossen."
"Sie haben die Leute dazu erzogen ein Spiel zu kaufen und es das ganze Jahr über zu spielen. Zehn Stunden die Woche, für immer und man muss nichts mehr zahlen. Man wartet einfach auf das nächste Call of Duty. Ich kann euch versichern, dass es Millionen Spieler gibt, die nur ein einziges Spiel spielen. Das ist Call of Duty und sie hören nie damit auf."
Trotz Millionen Fans ein Fehlschlag?
"Das ist genauso wie bei World of Warcraft, wo einige Leute auch nicht mit dem Spielen aufhören. Jedoch bezahlen sie bei World of Warcraft 180 Dollar pro Jahr, während sie bei Call of Duty nur 60 Dollar pro Jahr zahlen. Welches Geschäfts-Modell ist wohl besser?"
"Es war ein Fehler, den Mehrspieler-Modus kostenlos zu machen. Ich denke, dass sich schlichtweg niemand hatte vorstellen können, dass es mal so groß werden würde. Es ist aber ein Fehler, weil es die Leute davon abhält andere Spiele zu kaufen."
Aus diesem Grund denkt Michael Pachter übrigens, dass Activision in Zukunft mit kostenpflichtigen Mehrspieler-Modi herum experimentieren wird. Allerdings nicht bei der Call of Duty-Reihe, sondern beim nächsten Bungie-Projekt, das bekanntlich bei Activision erscheint.
"Prognose: Das nächste Bungie-Spiel wird grundlegend ein Singleplayer-Spiel sein", fuhr Pachter fort. "Der Mehrspieler-Aspekt des Spiels wird hingegen eine Abogebühr erheben. Activision wird es versuchen, weil sie gierige Halunken sind; und sie sind dreist."
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