Need for Speed
Gamermäuse gibt es wie Sand am Meer. Weshalb sollte also der vorliegende Proband der Firma Roccat etwas Besonderes darstellen? Die Antwort ist einfach und zugleich kompliziert: Er wurden speziell für den ambitionierten Gamer entwickelt und ist Teil einer SDMS genannten Serie, welche dem Gamer, egal ob Pro- oder Hobbyzocker, das Leben leichter und vor allem komfortabler machen soll. Diese Aussage alleine genügt jedoch noch nicht, um den von Marketing-Versprechen gepeinigten Konsumenten hinter dem sprichwörtlichen Ofen hervorzulocken. Treiberlose Einbindung ins System, eine für Rechts- und Linkshänder gleichermaßen gute Ergonomie bzw. Nutzbarkeit und schließlich ein 3200 DPI Sensor mit verstellbarer Auflösung lassen einen dann doch aufhorchen. Wie hat sich Roccats Kova im GamesTrust Dauertest geschlagen und werden die vollmundigen Versprechen der Entwickler gehalten? Kann die SDMS Serie auch beim täglichen Bürobetrieb oder schlicht beim Surfen überzeugen oder kommen mit ihr tatsächlich nur Gamer klar?
Black is beautiful?
Nagergarage
Die Kova kommt in einer aufklappbaren Box mit Sichtfenster zum Kunden. In dieser befindet sich neben dem Nager selbst eine kurze Anleitung, welche insbesondere für die DPI- und Beleuchtungseinstellung wichtig ist. Zudem erwartet den Käufer ein kleines Booklet über das Inari Mysterium, das sich auch auf der Roccat Webseite wieder findet. Wie bei diesem Hersteller üblich, findet sich im Booklet auch noch eine Roccat ID-Card, die den Zutritt zu einer - laut Roccat - „riesigen, überraschenden Welt“ ermöglicht. Positiv an der Kurzanleitung ist, dass sie in verschiedenen Sprachen ausgeführt ist. Somit sollte jeder Käufer auf die eine oder andere Art in der Lage sein, die Maus nach seinem Gusto einzustellen. Schwarzer Kunststoff, in den transparente Elemente für die Beleuchtung eingelassen sind, bestimmt das Erscheinungsbild der Kova. Die Oberflächen sind bis auf den in die rechte Taste leicht eingelassenen Herstellerschriftzug matt, auf der Bodenplatte befinden sich neben verschiedenen Barcodes auch die Seriennummer und Modellbezeichnung. Optisch erinnert da Ganze ein wenig an diverse Stealth-Technologie oder auch manchen Sportwagen aus Sant’Agata Bolognese. Die Maus ist mit ihren 90 Gramm relativ leicht und alle Kanten und Schlitze sind ohne störende Grate oder Reste der Produktion. Das Kabel ist stabil, allerdings auch recht störrisch - selbst nach mehrtägigem „Aushängen“ über die gesamte Länge, waren noch einige kleine Radien vorhanden. Erwähnenswert ist noch der USB-Stecker, denn er ist nicht wie die üblichen vertreter seiner Zunft. Hier wurde auch an den Nutzer gedacht und die Form ist leicht bikonkav, damit er ohne Probleme abgezogen und eingesteckt werden kann.
612 PS und 0-100 in 4,2 Sekunden
Lichtspielmaus
Zunächst das Herzstück des Nagers, der Sensor. Es handelt sich um einen 3200 DPI Pro-Optic Sensor, welcher in den Stufen 400, 800, 1600 und 3200 einstellbar ist. Roccat gibt neben 20G möglicher Beschleunigung außerdem eine Maximalgeschwindigkeit von 20 Zoll pro Sekunde an. Die Kleine wiegt ganze 90 Gramm, was ziemlich leicht ist – besonders im Vergleich mit diversen Schwergewichten in der Branche. Ein Highlight der Kova ist eine einstellbare Beleuchtung, die in verschiedenen Farben und diversen Modi wie „Breathing“ oder Dauerlicht geschaltet werden kann. Alle, die keine Lust auf dieses Farbenspiel haben, können es aber auch deaktivieren. Weiterhin hat sie neben den beiden normalen Tasten und dem Mausrad pro Seite weitere zwei, rech gut erreichbare Sondertasten, die frei belegt werden dürfen. Ein zwei Meter langes Kabel rundet die Eigenschaften der Maus ab. Ganz nach dem Motto „size does matter“ findet sich mit einer derart langen Leitung auf jedem Schreibtisch ein Platz für die Kova.
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