Ausgedribbelt!
Ich glaube, jeder Fußballfreund hat eine ganz eigene Philosophie, mit der er seinen Lieblingssport betrachtet. Auf dem Feld war ich etwa nie der Zauberer – dafür reichten die Fähigkeiten nicht aus. Stattdessen ging alles über Einsatz und Kampf. Bis heute gefallen mir auch noch Spiele, in denen die Emotionen hoch kochen und gelegentlich die Fetzen fliegen. Blöderweise fand meine private Karriere ein jähes Ende durch einige fiese Knieverletzungen. Hätte ich doch damals mehr an meiner Technik gearbeitet. Wäre ich dann vielleicht ein bisschen koordinierter in Zweikämpfe gegangen? Und möglicherweise hätte ich dann meine Gegenspieler einfach gekonnt ausdribbeln können, anstatt mich mühevoll an ihnen vorbei zu schieben. Aufgrund meiner eigenen Affinität zum Kampfspiel war ich eigentlich nie ein großer Freund der FIFA Street Franchise. Gerade der dritte Teil anno 2008 war mir viel zu quietschig und arcadig. Doch mit der Neuankündigung von FIFA Street auf der diesjährigen gamescom bin ich sofort warm geworden. Schon die ersten Runden machten teuflisch viel Spaß. Bei einer ausführlichen Präsentation hatte ich nun die Chance, meine Fähigkeiten als (virtueller) Ballkünstler weiter zu verbessern.
Noch ein Dribbling
Zahlreiche Arenen auf der ganzen Welt werden geboten
FIFA Street spielt sich bedeutend anders als FIFA 12. Zunächst einmal liegt das natürlich an der Größe der Mannschaften und des Spielfeldes. Eure Truppe besteht aus bis zu sechs Mitspielern. Die Areale variieren: Von eingezäunten Bereichen in England bis hin zu professionellen Futsal-Hallen. Insgesamt gibt es 36 verschiedene Areale mit ganz eigenem Stil und individuellen Voraussetzungen. Wie die Entwickler beim Probezocken verrieten, verändert sich durch den Untergrund auch die Dynamik des Balls. Selbst dessen Gewicht wirkt sich maßgeblich auf den Spielverlauf aus. Die Futsal-Pocke etwa ist bedeutend schwerer als ein Standard-FIFA-Fußball. Daher springt er weniger ab und bewegt sich träger. Eine besondere Herausforderung stellt natürlich das Spiel mit der Bande dar. Trickshots gegen Wände sind möglich, aber kniffelig. Ihr könnt die Begrenzungen dafür zum Abdecken des Balls benutzen und euch aus dieser sicheren Position entscheiden, wie es weiter gehen soll. Allerdings werden die Kicker selbst wohl nicht mit den Absperrungen interagieren können. Sprünge oder andere artistische Einlagen mit Hilfe der Mauern sind also nicht möglich. EA Sports will nicht die selben Fehler wie bei FIFA Street 3 machen.
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