Offenbart alte Schwächen, aber auch neue Stärken
Den Samurai sagt man eine unglaubliche Treue zu ihren Fürsten nach. Bis in den Tod waren sie mit ihren Befehlshabern verbunden. Nahm sich dieser das Leben, waren auch seine edlen Krieger zum Seppuku verpflichtet - der traditionellen Selbstentleibung. Wer es zum Shogun bringen will, muss dementsprechend viele Samurai hinter sich vereinen - das gilt natürlich auch für virtuelle Kriegsschauplätze wie Total War: Shogun 2, in dem es um nicht weniger geht, als die Herrschaft über Japan des ausgehenden 16. Jahrhunderts.
Im Osten nichts Neues?
Dieses Mal ist wieder blanker Stahl gefragt
Eines der entscheiden-den „historischen Gefechte“ dieser Zeit, die Schlacht von Sekigahara (1600), steht im Mittelpunkt der von uns gespielten Preview-Version, denn hier riss sich nach Jahren des Bürgerkriegs und hinterlistiger Ränkespiele ein gewisser Tokugawa Ieyasu die Macht im feudalen Nippon unter den Nagel. Genau das sollen wir in diesem Geplänkel verhindern, treten aber mit einer zerstrittenen Armee gegen die feindliche Übermacht an. Bevor wir uns ins Gefecht stürzen können, müssen wir jedoch einen überlangen Ladescreen über uns ergehen lassen. Leider hat sich in dieser Beziehung kaum etwas verbessert, trotz leistungsfähigem Rechner dauert die Pause eine gefühlte Ewigkeit.
Auch im Bereich des Schlachtfelds, das den Echtzeitstrategieteil der Total War-Serie definiert, scheint zunächst alles beim Alten zu sein. Zwei feindliche Armeen stehen sich mit bis an die Zähne bewaffneten Truppen gegenüber und hoffen auf den Sieg. Erst wenn das Mausrad verwendet wird, um an die Einheiten heranzuzoomen, treten die ersten Unterschiede im Vergleich zu früheren Programmversionen wie Napoleon zutage: Statt europäischer Rotröcke und Musketenschützen stehen sich hier Samurai-Bogenschützen und Katana-Reiterei gegenüber, die mit feinen Details durchaus das Auge des Betrachters schmeicheln. Problematisch wird es allerdings, wenn man sich einen vernünftigen Überblick über das kriegerische Treiben verschaffen möchte: Die eher mager ausstaffierte Landschaft ließe sich angesichts des opulenten Schlachtengemäldes noch verschmerzen. Inakzeptabel ist jedoch der zu geringe Rauszoom-Faktor, der verhindert, dass man sich mit der Kamera weit genug entfernt und eine taktische Übersicht über die Lage erhält.
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Community Kommentare
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Hans (Nicht registriert) |
Kommentar melden | 04.02.2011 - 14:40:14 |
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