Das Imperium schlägt zurück!
Call of Duty ist eine der erfolgreichsten Entertainment-Marken unserer Zeit. Die Entwickler Infinity Ward und Treyarch überbieten sich im jährlichen Wechsel mit neuen Superlativen, mit Call of Duty: Black Ops (2010) setzte man allein am Release-Tag mehr als 360 Millionen Dollar um. Ein Erfolg, vor dem sich selbst Kino-Blockbuster wie „Titanic“ oder „Avatar“ nur verneigen können. In diesem Jahr übernimmt erneut Infinty Ward die Fackel und wird nach dem Abgang einiger wichtiger Mitarbeiter nun von Sledgehammer Games unterstützt. Sorgt das für neue Impulse, weicht man gar vom in Call of Duty 4: Modern Warfare eingeschlagenen Weg ab? Die Antwort darauf lautet: Jein. Während der Mehrspielermodus vorsichtig erneuert wurde, bleibt man in der Singleplayer-Kampagne der alten Linie treu. Doch der Reihe nach: Wir haben die fertige Version von Call of Duty: Modern Warfare 3 mehrere Tage lang spielen können, allerdings in einem geschlossenen Netzwerk. Aussagen hinsichtlich der Serverstabilität und Erreichbarkeit können wir zu diesem Zeitpunkt also nicht treffen, alle anderen spielrelevanten Inhalte wurden jedoch auf Herz und Nieren geprüft.
Furiose Ballerhektik
Auch ins deutsche Ländle verschlägt es euch
Im Einzelspielermodus greift man die Geschichte von Call of Duty: Modern Warfare 2 nahtlos auf – die Russen attackieren das amerikanische Festland und wir sind bereit zur Gegenoffensive. Dabei verschlägt es uns ebenso an rasch wechselnde Schauplätze wie Sierra Leone, London, Paris, Hamburg oder Berlin. Das Tempo ist gewohnt hoch, wir erleben einen Parforceritt und schlüpfen in die Rolle von einem halben Dutzend Spielfiguren: Soap, Price, ein gewisser Yuri oder auch Sergeant Derek "Frost" Westbrook. Einige Namen sind neu, viele alte Bekannte laufen uns jedoch über den Weg, schließlich soll die Geschichte der Trilogie diesmal abgeschlossen werden. Ohne zu Spoilern darf ich vermelden, dass dieses Versprechen auch eingehalten wird. Aber die Story steht bei der Modern Warfare-Franchise traditionell in der zweiten Reihe – viel wichtiger ist die fulminante Inszenierung, das brachiale Actionfeuerwerk, das keiner so perfekt inszeniert wie Infinity Ward. Und dass die Mannen und Frauen ihr Handwerk weiterhin verstehen, zeigt Call of Duty: Modern Warfare 3 mehr als deutlich.
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