Falscher Titel
Wenn man bei den diesjährigen Oscars auf einen Film setzen wollte, dann ist man mit Lincoln auf der sicheren Seite. Nicht nur weil der Film von Academy-Stammgast Steven Spielberg gedreht wurde, sondern weil sich Amerika freut einen der berühmtesten (und sogar guten) Präsidenten zu sehen. Die Chancen stehen also gut für einen Oscar (bei zwölf Nominierungen fast schon eine Selbstverständlichkeit). Doch Vorsicht! Spielbergs Lincoln mag zwar ein gut recherchierter Film sein, aber vielmehr was die Debatte der Sklaverei im 19. Jahrhundert betrifft, als den Präsidenten selbst. Als Historienfilm funktioniert er wirklich prächtig, als Biografie allerdings weniger. Eine kleine Mogelpackung, wenn man denn so will. Egal, hochinteressant ist der Film alle male.
Tage des Schicksals
Hier wird viel diskutiert
Der 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Abraham Lincoln (Daniel Day-Lewis), führt 1861 bis 1865 die Nordstaaten in den Bürgerkrieg gegen die Südstaaten. Als der Sezessionskrieg dem Ende entgegen geht, legt sich der Präsident mit Abgeordneten seines eigenen Kabinetts an. In den Diskussionen geht es um die Beilegung der kämpferischen Konflikte und das Ende des Krieges, die Vereinigung des Landes und vor allem um die Herzensangelegenheit von Lincoln, die Abschaffung der Sklaverei. Er stößt auf heftige Ablehnung im Repräsentantenhaus und auch in den eigenen Reihen seines Kabinetts muss er mit heftiger Gegenwehr umgehen. Mit Courage und Entschlossenheit ändert Lincoln das Schicksal der kommenden Generationen. In den letzten vier Monate von Lincolns Leben und Präsidentschaft versucht der leidenschaftliche Mann, der innerlich zerrissenen Nation einen Weg in Richtung einer humaneren Zukunft zu ebnen und schafft es, etwas zu bewegen.
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