Der Torture-Porn für die Familie
Manchmal übertreiben es Filme ganz gewaltig. Mal schießen sie mit ihrem ekelhaften Humor über das Ziel hinaus oder verschließen sich mit ihrem extremen Hang zum Realismus. Dann gibt es wiederum Filme, die einzig darauf zielen die Emotionen beim Zuschauer zum überkochen zu bringen. Und wie geht das am einfachsten? Indem man ein tragisches Ereignis nimmt und es mit den Worten „Based on a true story“ verknüpft. Genau dieses System nutzt nun Regisseur Juan Antonio Bayona für seinen Film The Impossible. Der Film ist vor allem in der ersten Hälfte eine inszenatorische Wucht, aber gleichzeitig auf der emotionalen Ebene äußerst fragwürdig. Selten zwang ein Streifen den Zuschauer so penetrant dazu mitzuleiden. Das schafft The Impossible auch, nur anders, als man es vermuten würde. Die folgende Kritik bezieht sich übrigens ausschließlich auf die englische Originalversion des Films.
Based on a true story
Am Anfang war alles so schön...
Maria (Naomi Watts), Henry (Ewan McGregor) und ihre drei Söhne freuen sich darauf, ihre Winterferien im sonnigen Thailand zu verbringen. Doch am Morgen des 26. Dezember, als die Familie nach den Weihnachtsfeierlichkeiten am Hotel-Pool entspannt, kommt eine riesige Welle schwarzen Wassers auf sie zu. Maria, Henry und die Kinder überleben den Tsunami zwar, werden aber getrennt. Sie kämpfen sich durch das Wasser und haben nur ein Ziel – einander wiederzufinden. Mitten in dieser schrecklichen Naturkatastrophe ist die junge Familie mit Angst und Hoffnungslosigkeit konfrontiert – doch immer wieder treffen sie auch unverhofft auf Hilfsbereitschaft, Mut und Courage. Der Film beruht auf einer wahren Geschichte. Das Erdbeben im indischen Ozean, das am 26. Dezember 2004 die Welt erschütterte, löste eine Flutwelle aus, die verheerende Schäden in Südasien anrichtete.
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